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Chorin | Britz−Chorin−Oderberg

Geschichte
Chorin war vermutlich ein slawisches Dorf, welches 1258 erstmals in der Stiftungsurkunde des Klosters Mariensee erwähnt wurde. Zur Erstausstattung des Klosters gehörte danach das Dorf Chorin mit zwei gleichnamigen Seen. Das Kloster wurde 1273 an den Kleinen Korynsee verlegt.

An der Ostseite des Schulzensees entstand im 13. Jahrhundert eine deutsche Siedlung. Die ansässigen slawischen Bauern wurden in die deutschrechtlichen Dörfer mit Dreifelderwirtschaft und Flurzwang einbezogen. Die Slawen verschmolzen ethnisch und kulturell mit der deutschen Bevölkerung.

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1542 kam das Dorf an das kurfürstliche Amt Chorin. Von den 1375 vorhandenen 55 Hufen bearbeiteten der Schulze und sieben Bauern zusammen 36 Hufen, die übrigen waren vom Vorwerk vereinnahmt worden.
Im 30jährigen Krieg war neben vielen Gebäuden auch die Kirche bis auf die Grundmauern zerstört worden. Von 1636−48 wütete zudem noch die Pest in Chorin. Am Ende des Krieges lebten nur noch 3 Kossäten.
1688 lebten im Dorf 14 Kossäten. 1677 tauchte der Name Chorinchen erstmals im Kirchenbuch des Dorfes auf. Um 1700 kamen fünf Familien der französischen Glaubensflüchtlinge. Weitere Kolonisten folgten, diese waren aber nur Büdner.

Um 1800 war Chorinchen ein Dorf mit 384 Einwohnern. 1839 wurde es zur selbständigen Gemeinde erhoben.
1839−1843 erfolgte der Bau der Bahnstrecke Eberswalde−Angermünde, die an Chorin vorbeiführt.
Von 1874 bis 1884 zerstörten größere und kleinere Brände das Dorfbild fast ganz. 1902 wurde auf Antrag der Bürger von Chorinchen ein Haltepunkt eingerichtet. Bis 1952 gehörte Chorin zum Kreis Angermünde. Seit 1992 gehört das Dorf zum Amt Chorin−Britz und zum Landkreis Barnim.

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