Kommunales Kino. Alle reden übers Wetter

Wann:
02.12.2022 um 19:30 – 21:00
2022-12-02T19:30:00+01:00
2022-12-02T21:00:00+01:00
Wo:
Kulturhaus Heidekrug
Brunoldstraße 1
16247 Joachimsthal
Preis:
6,00€
Kontakt:
Kulturhaus Heidekrug
033361727366
Ein Film über die wichtigsten deutschen Diskurse der Gegenwart: die vielschichtigen Konflikte zwischen Ost und West, Stadt und Land, Arbeitermilieu und Akademikerelite
Am Freitag, dem 02.12.2022 um 19:30 Uhr zeigen wir den Spielfilm ALLE REDEN ÜBERS WETTER (Deutschland 2022), ein Gesellschaftsdrama über Heimat und Herkunft von Regisseurin Annika Pinske.
PLOT: Clara (Anne Schäfer) hat es geschafft. Weg aus der ostdeutschen Provinz führt sie als Dozentin an der Uni ein unabhängiges Leben in Berlin und macht ihren Doktor in Philosophie. Zwischen ihren beruflichen Ambitionen, einer Affäre mit einem ihrer Studenten und der fordernden Freundschaft zu ihrer Doktormutter Margot bleibt wenig Zeit für die Familie. Als Clara mit ihrer jugendlichen Tochter Emma für den 60. Geburtstag ihrer Mutter Inge (Anne-Kathrin Gummich) zurück in die Heimat fährt, wird sie mit ihrem Ideal von einem freien, selbstbestimmten Leben konfrontiert und merkt, wie sehr sie sich von ihrer Heimat entfremdet hat. Wie hoch ist der Preis, den sie dafür zahlen muss?
Mit humorvollen, pointierten Dialogen und genauen zwischenmenschlichen Beobachtungen erzählt ALLE REDEN ÜBERS WETTER die Geschichte einer ostdeutschen Bildungsaufsteigerin zwischen Alltag in der Metropole und Aufwachsen in der Provinz. Regisseurin Annika Pinske lässt dabei durchaus ihre eigene Biografie einfließen. Geboren in Prenzlau – und damit nur unweit entfernt von Krackow, wo sie schließlich ALLE REDEN ÜBERS WETTER drehte – und aufgewachsen in Frankfurt/Oder kämpfte Pinske lange gegen das Gefühl von Unsicherheit, das mit ihrem sozialen Status, ihrem Geschlecht und ihrer Herkunft zusammenhängt.
Vor diesem Hintergrund  ist ein Film entstanden, wie er nicht so häufig vorkommt im deutschen Kino. Ein Film, der leichtfüßig und doch ohne Lächerlichkeit aktuelle gesellschaftliche Debatten aufgreift, mit einer interessanten Frauenfigur im Zentrum. Es geht um Bildungsaufstieg und die Arroganz des akademischen Bildungsbetriebs, um Wende-Erfahrungen und die Herkunft aus der Provinz, um Mutter-Tochter-Beziehungen und schließlich die Sehnsucht nach Zugehörigkeit.